Im Aischgrund: Marktbergel – Burgbernheim – Bad Windsheim

Im Aischgrund: Marktbergel – Burgbernheim – Bad Windsheim

Heute morgen fühle ich mich schlapp, obwohl ich lange geschlafen habe. Ich ändere meinen ursprünglichen Plan und gehe nicht zurück auf die Frankenhöhe, sondern bleibe im Aischgrund. Ich wandere entlang der Landstraße zum nahegelegenen Burgbernheim. Hier suche ich mir ein Zimmer und lasse dort meinen Rucksack zurück. Das nächste Ziel ist Bad Windsheim. Dort angekommen schaue ich mir den Kurpark und die Altstadt an. Bad Windsheim war bestimmt früher eine bedeutende Stadt in der Region gewesen. Die alten, gut restaurierten Gebäude zeugen noch davon. Inzwischen ist die Stadt vor allen Dingen für ihren international bekannten Knabenchor bekannt und als Ausflugsziel für Großstädtern aus dem Raum Nürnberg – Fürth. Ich treffe heute auf viele Sonntagsausflügler. An ihren fränkischen Dialekt erkenne ich die Herkunft. Die Tristesse der fränkischen Provinz umfängt mich. Ich fühle mich weiter müde und schlapp. Schließlich kaufe ich mir eine Zeitung und setze mich in den Kurpark und lese.

Am Abend bin ich wieder im Gasthof in Burgbernheim. Der Blick aus meinem Fenster verstärkt bei mir den Eindruck der Provinzialität: ein Schwarm Tauben hat es sich auf dem Nachbardach gemütlich gemacht und im Hinterhof stehen drei Autowracks.

Das Abendessen im Gasthof ist bodenständig gut, reichlich bemessen und hat sogar den gewissen Pfiff. Am Nachbartisch ist der versammelte Stammtisch, die das letzte Relegationsspiel des Nürnberger Fußballklubs bei einem Glas Bier lautstark diskutieren.

So ist es auf dem Land in Franken halt.

Morgen werde ich nach Oberhöchstadt reisen und mich mit meinem jüngsten Sohn treffen. Dann bin ich hoffentlich wieder fitter.

3 thoughts on “Im Aischgrund: Marktbergel – Burgbernheim – Bad Windsheim

  1. Hallo Martin, ich bin sehr froh, dass du junger Spund auch deine Tiefs hast, dann kann ich meine besser ertragen. Ich wünsche dir eine schöne Zeit mit Conrad. Liebe Grüße vom deutschen Tantchen

  2. Bonjour tristesse! Traurigkeit einer Landschaft und Provinzialität können auch faszinieren! Dein Sohn sollte sich Mühe geben, Deine miese Stimmung zu heben!!

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