Immer noch im Odenwald: Ostertal – Ober-Mossau – Michelstadt

Immer noch im Odenwald: Ostertal – Ober-Mossau – Michelstadt

Ich habe in der letzten Nacht fünf blutsaugende Mücken um 2:30 Uhr in meinem Zimmer getötet.

Am Morgen kann ich den Wirt leider nicht überzeugen, mir das Ladekabel zu verkaufen. Seine Mutter – übrigens eine reizende alte Dame – braucht es noch.

Ich passe nicht richtig auf als ich den Ort verlasse. Keine Netzverbindung und prompt habe ich mich verlaufen. Ich finde den Weg aber mit einem Kompass wieder. Knapp 2 Kilometer Umweg sind entstanden. Es geht über eine Landstraße hinweg hoch durch einen Nadelwald zur Lärmhütte. Auf dem Weg finde ich Blaubeeren, die reif sind. So richtig lecker direkt von der Pflanze.

Nach der Lärmhütte geht es abwärts nach Ober-Mossau. Ich komme zur Mittagszeit an. Hier steht eine große Privatbrauerei, die auch einen Ausschank hat. Ich lerne drei Wandersleute kennen, ein Ehepaar mit einer Freundin. Es stellt sich heraus, dass sie vom Odenwaldclub sind. Ich bedanke mich repräsentativ bei Ihnen für die gute Beschilderung. Es kommt ein nettes Gespräch zustande. Die drei sind gerade auf einer Drei-Tages-Tour. Die ersten echten Wanderer, die mehr als eine Tagestour unternehmen, denen ich begegne. Ich trinke eine Hopfenlimo und dann geht es weiter. Zuerst durch den Ort immer aufwärts, dann bei einer Kreuzung geht es wieder in den Wald. Es wird allmählich wärmer und schwüler. Es geht an einem Flugplatz vorbei und ich erreiche die Ortschaft Michelstadt. Kurz vor dem Ort ist ein Friedwald. Hier ist mein Onkel Karl-Heinz bestattet. Ich habe nur positive Erinnerungen an ihn. Vielen Dank für alles, Karl-Heinz!

Dann erreiche ich den Ortskern von Michelstadt. Zuerst laufe ich durch ein neumodisches Gewerbegebiet mit den üblichen Zweckbauten. Dann kommt der historische Ortskern mit alten gut zurecht gemachten Gebäuden. Ich komme in einem alten Gasthaus unter.

Ich kann direkt nebenan ein Ladekabel kaufen. Dann gehe ich in das Waldschwimmbad von Michelstadt. Ich freue mich schon, da ich seit Corona nicht mehr schwimmen war und weil es heute im Laufe des Tages immer wärmer geworden ist. Im Freibad ist von Corona fast nichts zu beobachten. Ein Gummirarmband wird verteilt, damit man besser zählen kann, wieviele Personen im Freibad sind. Ich zische fast als ich endlich im Wasser bin. Herrlich!

Später am Abend erreicht ein starkes Gewitter Michelstadt. Eine Freundin, die mit mir morgen wandern will, meldet sich bei mir. Wir verschieben wegen der Wetterlage die gemeinsame Wanderung. Ich werde dann morgen nach Lage entscheiden, ob und wie ich weiterwandern werde.

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